Rezension: Hüter der Erinnerung (Lois Lowry)

Rezension: Hüter der Erinnerung (Lois Lowry)

Hüter_der_Erinnerung

Titel: Hüter der Erinenrungen

Autor: Lois Lowry

Publisher: dtv (hier mehr Infos)

Seiten: 271

Rating: 3/5 Sterne

Erster Satz: „Der Dezember stand vor der Tür und Jonas bekam es allmählich mit der Angst zu tun.“

Kurze Zusammenfassung:

Es ist schwer, die Welt, in der Jonas lebt, zu beschreiben. Er wohnt mir seiner Familie, also seinen Eltern und seiner kleinen Schwester, in einer Gemeinschaft. In dieser Gemeinschaft gibt es keine Gefühle, scheinbar auch keine „ernsthaften“ Probleme und alles scheint perfekt zu sein. Ein bisschen zu perfekt. Die Regel besagt, dass alle 11 Jährigen an ihrem 12. Geburtstag erfahren, welchem Beruf sie den Rest ihres Lebens nachgehen werden. Und jonas wird nicht nur zu seiner, sondern zur Überraschung aller, der neue „Hüter der Erinnerung“. Das bedeutet, dass er alle Erinnerungen, also nicht nur die innerhalb der Gemeinschaft, sondern alle Erinnerung davor in sich tragen soll. Der „Geber“, der ehemalige „Hüter der Erinnerung“, überträgt ihm also folglich in seiner Ausbildung alle Erinnerungen, die er in sich trägt. Das ist schmerzhaft und anstrengend. Während der Geber und der Hüter so viel Zeit gemeinsam verbringen, lernen sie voneinander und erfahren Dinge, die ihre Meinung über ihr jetziges Leben stark ändern könnten…

Was ich denke:

Wie immer hat mich das Buch angesprochen, weil ich von dem Film hörte und mich immer mega über Buchverfilmungen freue. Also habe ich es gekauft und direkt mit dem Lesen angefangen. Hüter der Erinnerung liest sich sehr schnell, hat ja auch nur rund 270 Seiten. Als ich die ersten paar Seiten hinter mir hatte, dachte ich noch, wow, richtig gute Idee mit der Gemeinschaft. Und das denke ich auch immer noch. Nur je mehr ich gelesen hab, desto mehr ist mir klar geworden, dass Hüter der Erinnerung eher wie ein Kidnerbuch geschrieben ist. Also wirklich, ich sag mal, schlicht geschrieben. Ich hätte das nicht gedacht, aber es mich echt gestört… Hab mich wohl schon mehr an New Adult/Adult gewöhnt, keine Ahnung.

Trotzdem war es faszinierend, wie klar mir die Bilder im Kopfkino erschienen. Normalerweise bin ich immer jemand, der zwar genug Fantasie hat, sich die GEschichte bildlich vorzustellen, aber immer eher verschwommen. Dieses Mal hatte ich das Gefühl, quasi einen Film zu lesen. Umso gespannter bin ich, den Film zu sehen.

Falls es tatsächlich eher als Kinderbuch gedacht ist, was ich bis jetzt nicht herausfinden konnte, wird mir bezüglich der Geschichte einiges klar. Die Story hätte so viel mehr Ausschmückungen verdient, bzw. mehr Szenen. Ich weiß, dass es insgesamt vier Bücher zu dieser Reihe gibt, aber das erste Buch hat mich vorallem durch seine Knappheit und Schlichtheit nicht wirklich beeindruckt. Das Ganze erinnert mich ein bisschen an Die Auserwählten im Labyrinth. Das Konzept ist super, aber man hätte so viel mehr daraus machen können. Es hat sich angefühlt, als wären 10 Seiten lang die gesamte Situation und das Leben in der Gemeinschaft beschrieben worden, dann die 12er Zeremonie in 5 Steiten und dann nochmal 20 Seiten für Jonas Zeit mit dem Geber. Das Ende war dann ungefähr eine Seite. Das klingt jetzt echt mies, aber so kam es mir vor.

Alles in allem fand ich es schön geschrieben, nicht umsonst habe ich mich direkt inn Buch hineinversetzen können. Die Geschichte an sich war auch gut, ich hätte mir nur irgendwie mehr erhofft bei so einer starken Idee.

Empfehlung:

Ich empfehele das Buch erstmal natürlich allen Kindern (so ab 9/10), die sich für so Zukunftswelten interessieren. Ansonsten allen, die Lust auf ein „schnelles“ Buch haben und sich so wie ich für Buchverfilmungen interessieren!

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3 Gedanken zu „Rezension: Hüter der Erinnerung (Lois Lowry)“

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